Kleine Schritte zur großen Automatisierung

Wer automatisieren will, muss nicht sofort groß denken
Viele Unternehmen im Mittelstand schrecken vor Automatisierung zurück. Zu komplex. Zu teuer. Zu riskant. Dabei beginnt echte Veränderung oft im Kleinen.

Automatisierung ist kein Big Bang. Sie ist ein Prozess. Wer gezielt mit kleinen, sinnvollen Schritten startet, spart Zeit, schafft Struktur und legt die Basis für mehr.

Kleine Automationen wirken im Alltag am stärksten
Es sind nicht die großen End-to-End-Prozesse, die zuerst automatisiert werden müssen. Vielmehr sind es repetitive Aufgaben, die Zeit binden und Konzentration stören.

Typische Beispiele:

  • automatische E-Mail-Benachrichtigungen bei Formularen
  • Aufgabenvergabe bei neuen Projektanfragen
  • Reminder bei auslaufenden Verträgen

Solche Mikroprozesse lassen sich mit geringem Aufwand abbilden – oft mit Bordmitteln.

Wichtiger als das Tool ist der Anlass
Viele Automationsversuche scheitern nicht an der Technik, sondern an der Ziellosigkeit. Wer automatisiert, sollte immer fragen: Was genau soll besser werden?

Ein guter Anlass kann eine konkrete Schmerzstelle sein. Beispielsweise: Ein Team muss jeden Monat manuell Stundenlisten sortieren, prüfen und freigeben. Eine kleine Workflow-Automation kann diesen Prozess standardisieren und beschleunigen.

Pilotieren statt perfektionieren
Wer auf die perfekte Lösung wartet, verliert Zeit. Besser ist es, gezielt einen Anwendungsfall zu testen und iterativ zu verbessern.

Ein kleiner Pilot bringt oft mehr Erkenntnisse als jede Anforderungsliste. Wichtig ist, das Ergebnis offen zu bewerten und nicht zu viel gleichzeitig zu wollen.

Mini-Exkurs: Was darf eine kleine Automation kosten?
Im Mittelstand gilt oft: Alles unter 1.000 Euro ist genehmigungsfrei. Wer einfache Automationen mit Tools wie Power Automate oder Make umsetzt, kann im Rahmen bleiben und trotzdem echten Nutzen erzeugen.

Das senkt die Hürde für den Einstieg und fördert interne Akzeptanz.

Mitarbeitende einbeziehen, nicht überrumpeln
Automatisierung betrifft oft gewachsene Arbeitsweisen. Deshalb ist es wichtig, die betroffenen Personen früh einzubinden.

Was soll automatisiert werden? Was bleibt manuell? Was ändert sich in der Verantwortung? Wer diese Fragen transparent klärt, sichert Akzeptanz und Qualität.

Mitnehmliste

✅ Kleine Automationen haben oft die größte Wirkung
✅ Prozesse brauchen einen klaren Nutzen, kein Tool-Fokus
✅ Pilotprojekte senken die Einstiegshürde und fördern Lernen
✅ Automatisierung beginnt mit Zuhören, nicht mit Technik
✅ Weniger Komplexität bedeutet oft schnellere Ergebnisse

Letzter Gedanke
Wer einen Schritt machen will, muss nicht gleich den ganzen Weg kennen. Auch eine große Automatisierung beginnt mit einem kleinen Aha-Moment.

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